Eiskalt bis zu 75% sparen
Eiskalt bis zu 75% sparen

Kälteaggregate werden in vielen Handwerksbetrieben eingesetzt. Unter anderem in Metzgereien, Bäckereien und anderen Unternehmen, die Lebensmittel herstellen. Vor allem im Sommer steigen die Kühlkosten massiv. So kann der Stromverbrauch für die Kälteerzeugung 40% des Gesamtstromverbrauchs ausmachen. Die gute Nachricht: Im Bereich der Kältetechnik liegen hohe Einsparpotenziale brach. Experten gehen von 35% bis 75 % aus.

Kältetechnische Anlagen gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen. Allen gemein ist das Funktionsprinzip: An einer Stelle wird Kälte erzeugt, die an einer anderen Stelle in den Prozess einfließen muss, zumeist in Form von Wärme.
Kälte wird entweder zentral oder dezentral erzeugt. Dezentrale Lösungen befinden sich am Ort des Kältebedarfs, zum Beispiel in Form einer Kühlkammer, und geben die Wärme in aller Regel an die Raumluft ab. Bei zentralen Systemen wird die Wärme zunächst an einen bestimmten Ort transportiert und dort an die äußere Umgebung abgegeben. Der Abtransport der Wärme ist durch verschiedene Medien denkbar. Zum Einsatz kommen Kühlwasser, Luft sowie chemische Kühlflüssigkeiten.

Die zwei gebräuchlichsten Verfahren zur Kälteerzeugung sind Kompression und Absorption.

 

Kompressionskältemaschinen

Diese bestehen im Wesentlichen aus einem Verdichter mit Antrieb zur Temperatur- und Druckerhöhung, einem Verflüssiger zur Wärmeabgabe, einem Drosselorgan zur Temperatur- und Druckabsenkung und einem oder mehreren Verdampfern zur Wärmeaufnahme.

Die Nachteile der Kompressionstechnologie sind ein hoher Stromverbrauch und Wartungsaufwand. Außerdem sind Kompressionskälteaggregate laut und arbeiten oft mit umweltbelastenden Kältemitteln. Zur Verbesserung der Energieeffizienz empfiehlt sich die Optimierung der Verdampfungs- und Kondensationstemperatur, der Einsatz eines wassergekühlten Kondensators und Nutzung von Wärmerückgewinnung.

 

Das größte Sparpotenzial liegt in der Auslegung von Verdampfungs- und Kondensationstemperatur

Je kleiner die Temperaturdifferenz, desto geringer sind die vom Verdichter zu überwindende Druckdifferenz und der Energieaufwand. Eine 1 °C höhere Verdampfungstemperatur senkt den Energieverbrauch des Verdichters um rund 4 %. Das Absenken der Kondensationstemperatur um 1 °C reduziert den Energiebedarf des Verdichters um 3 %. Zudem bietet der Einsatz von Wasser als Kondensator hohe Einsparmöglichkeiten, weil Wasser besonders im Sommer unabhängig von hohen Außentemperaturen ist.

 

Zusätzliche Einsparungen durch „Economiser“

Economiser sind Wärmetauscher und ermöglichen die Rückgewinnung der Abwärme, die beim Kühlen an die Umgebung abgegeben wird. Durch den Einsatz von einem Economiser und einem wassergekühlten Verflüssiger wird die Leistungsaufnahme um ca. 10 % reduziert und die Kälteleistung um etwa 30 % erhöht.

Auch die eingesetzte Energie kann teilweise wieder gewonnen werden. Das aus dem Verdichter austretende Kältemittel hat eine Temperatur von 70 bis 120 °C. Damit kann Warmwasser erzeugt werden, dass auch zum Heizen genutzt werden kann.

 

Absorptionskältemaschinen

Diese wandeln bereits geringe Wärme in Kälte um, weswegen auch Abwärme oder Solarwärnme zum Antrieb genutzt werden kann. Die Absorption bietet folgende Vorteile:

  • Umweltschonende Kältemittel (Wasser)
  • Nutzung von Abwärme, zum Beispiel aus einem Blockheizkraftwerk
  • Keine mechanisch bewegten Bauteile
  • Hohen Lebensdauer und geringer Wartungsaufwand
  • Leiser Betrieb
  • Stufenlose Regulierbarkeit ohne wesentliche Verluste
  • Geringer Strombedarf

 

Für Absorptionskältemaschinen genügen niedrige Wärmetemperaturen

Schon 55 °C warmes Wasser reicht, um Kälte zu erzeugen. 65 bis 85 °C genügen für die volle Kälteleistung. Absorptionsmaschinen eignen sich daher besonders zur Nutzung von Abwärme aus Blockheizkraftwerken oder von überschüssiger Prozesswärme.

Nachteilig ist allerdings, dass die Anlagen relativ große Bauformen haben.

 

Das Wichtigste zum Schluss: Energieeffizienz wird großzügig gefördert und bezuschusst.

Energie und CO2 – weniger ist mehr! Sprich: Je weniger Energie  Ihr Betrieb benötigt, desto mehr wird Ihre Investition, zum Beispiel in Maßnahmen zur energie- und kosteneffizienten Kälteerzeugung gefördert und mit barem Geld bezuschusst. Was zählt, ist die Einsparung. Schon ab 10 % weniger Energieverbrauch können Sie Förderungen und Zuschüsse erhalten.

 

Fragen Sie doch einfach Ihren KEFF Effizienzmoderator. Er führt Sie sicher durch den „Förder- und Zuschussdschungel“ und empfiehlt Ihnen die für Ihren Betrieb richtigen Programme.

Ähnliche Beiträge
Wer Energie spart, wird gefördert und bezuschusst.
Wer Energie spart, wird gefördert und bezuschusst.

Energie und CO2 – weniger ist mehr! Sprich: Je weniger Strom, Gas oder Öl Ihr Betrieb benötigt, desto großzügiger wird Ihre Investition mit barem Geld bezuschusst und günstigen Darlehen gefördert. Was zählt, ist die Einsparung. Schon ab 10 % weniger Energieverbrauch können Sie Förderungen und Zuschüsse erhalten. Viele Betriebe, die ...

Mit dem richtigen Leuchtmittel bis zu 90% Strom sparen.
Mit dem richtigen Leuchtmittel bis zu 90% Strom sparen.

Betriebe, die ihre Beleuchtung erneuern, spüren den Effekt schnell: Besonders LEDs verbrauchen bei gleicher Lichtausbeute bis zu 90% weniger Energie als herkömmliche Lampen. Das Argument, dass LEDs teurer sind, verpufft beim Blick auf die gut fünfmal längere Lebensdauer. Die Glühbirne ist weg vom Fenster. Und das aus gutem Grund. Denn ...

“Es zischt nimmer!”
“Es zischt nimmer!”

2016 hat die Firma Schwabentechnik in Leutenbach bei Winnenden sich energetisch auf „Herz und Nieren“ durchchecken lassen. 2018 kam man erneut zusammen, um darüber zu reden, was die von der KEFF und der Energieagentur Rems-Murr vorgeschlagenen Maßnahmen gebracht haben: Und das war erstaunlich viel! Die Schwabentechnik ist ein klassischer Lohnfertiger ...