Mit dem richtigen Leuchtmittel bis zu 90% Strom sparen.
Mit dem richtigen Leuchtmittel bis zu 90% Strom sparen.

Betriebe, die ihre Beleuchtung erneuern, spüren den Effekt schnell: Besonders LEDs verbrauchen bei gleicher Lichtausbeute bis zu 90% weniger Energie als herkömmliche Lampen. Das Argument, dass LEDs teurer sind, verpufft beim Blick auf die gut fünfmal längere Lebensdauer.

Die Glühbirne ist weg vom Fenster. Und das aus gutem Grund. Denn der Wirkungsgrad einer Glühbirne beträgt gerade mal 2%. Das heißt: Nur 2% des Stroms, der durch eine Glühbirne fließt, wird zu Licht – 98% werden verschwendet. Miese Leistung! Gleichwohl sind noch viele Glühbirnen in etlichen Betrieben und Privathaushalten im Einsatz und warten darauf ersetzt zu werden. Welches Leuchtmittel ist unter Kosten- und Energiespargesichtspunkten das Richtige für Handwerksbetriebe? Ein Blick in die Runde der „Kandidaten“:

 

Energiesparlampen

Unter „Energiesparlampen“ bezeichnet man alle Leuchtmittel, die weniger Strom verbrauchen, als die ursprüngliche Glühbirne. Energiesparlampen tauchen auch oft unter dem Begriff „Kompaktleuchtstofflampen“ auf. Das Prinzip: Sie haben anstatt eines Drahts ein Gasgemisch, das bei Stromzufuhr Licht abgibt. Dadurch hält sich der Hitze- und Energieverlust in Grenzen und sie benötigen bei gleicher Lichtausbeute nur 25% der Energie von Glühbirnen. Energiesparlampen halten zudem achtmal länger als Glühbirnen.

 

Halogenlampen

Halogenlampen schaffen eine fast tageslichtähnliche Beleuchtung. Deshalb kommen sie oft in Bereichen zum Einsatz, wo es auf eine gute Ausleuchtung ankommt. Die Lebensdauer von Halogenlampen ist allerdings weniger erhellend: Sie halten mit circa 2.000 Stunden nur zweimal länger als herkömmliche Glühbirnen. Außerdem werden sie sehr heiß, sollten also nicht in die Nähe von brennbaren Materialien oder hitzeempfindlichen Werkstoffen betrieben werden. Und in Sachen Energieverbrauch? Halogenlampen sind nur 30 Prozent effizienter als die „ollen“ Glühbirnen. Darum sind seit dem 1. September 2018 auch fast alle Hochvolt-Halogenlampen aus dem Handel verschwunden. Verkauft werden nur noch klare Halogenlampen mit r7s- und G9-Fassung und mindestens Energieklasse C sowie energiesparende Halogenlampen mit mindestens Energieklasse B. Fazit: Die Halogenlampen-Technologie ist ein „Auslaufmodell“.

 

Leuchtstoffröhren

Sie bieten eine hohe Lichtausbeute und eine Lebensdauer von rund 8.000 Stunden – also relativ wenig, verglichen mit LEDs. Es gibt drei Arten: Standardleuchtstoffröhren mit mäßiger Farbwiedergabe, Dreibanden-Leuchtstoffröhren mit guter Farbwiedergabe und De-Luxe-Leuchtstoffröhren mit sehr guter Farbwiedergabe. Großen Einfluss auf den Stromverbrauch haben die Vorschaltgeräte (EVG). Nachteil: Leuchtstoffröhren flimmern ungefähr 50mal pro Sekunde. Dieses Flimmern ist zwar für uns unsichtbar, aber es ermüdet das Auge und setzt der Konzentrationsfähigkeit zu.

 

LED-Systeme

LEDs sind nach dem Einschalten sofort hell und extrem schaltfest. Die LED-Technik ist frei von Quecksilber, kälteunempfindlich und strahlt auch keine spürbare Wärme ab. LEDs gibt es heutzutage in vielen Lichtfarben – weiß und farbig, von warm bis kalt. Weitere Vorteile: Im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampen lassen sich mit LEDs bis zu 90% Stromkosten sparen. Die Lebensdauer der meisten LED-Lampen beträgt bis zu 50.000 Stunden, wodurch die höheren Anschaffungskosten schnell amortisiert werden.

 

Die Meister im Strom sparen

LEDs, kompakte Energiesparlampen und Leuchtstofflampen – alle drei sind vorbildliche Stromsparer und erreichen die grünen Energieklassen ab A. LEDs kommen sogar in die Effizienzklassen A+ und A++.

 

Was man sonst noch tun kann, um Strom zu sparen

Energie sparen beginnt damit, dass man aufhört, Energie zu vergeuden. In der Beleuchtungs-Praxis bedeutet das: Nur dann Licht anschalten, wenn Licht wirklich gebraucht wird. Hier ein paar Empfehlungen zum zusätzlichen Eindämmen des Stromverbrauchs:

Installieren Sie Bewegungsmelder in wenig frequentierten Räumen, zum Beispiel im Lager, in Umkleiden, in Waschräumen, Garagen etc. Das bringt 20-80% Ersparnis. Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) bei Leuchtstoffröhren bringen 20-25% Ersparnis. Tageslichtsensoren mit einem Dimmer sorgen für, eine angenehme, konstante Helligkeit im Betrieb. Ersparnis: 10-30%.

 

Das Wichtigste zum Schluss: Energieeffizienz wird großzügig gefördert und bezuschusst.

Energie und CO2 – weniger ist mehr! Sprich: Je weniger Energie  Ihr Betrieb benötigt, desto mehr wird Ihre Investition, zum Beispiel in Maßnahmen zur Reduzierung Ihrer Beleuchtungskosten, gefördert und mit barem Geld bezuschusst – bereits bei kleinen Investitionssummen. Was zählt, ist die Einsparung. Schon ab 10 % weniger Energieverbrauch können Sie Förderungen und Zuschüsse erhalten.

 

Fragen Sie doch einfach Ihren KEFF Effizienzmoderator. Er führt Sie sicher durch den „Förder- und Zuschussdschungel“ und empfiehlt Ihnen die für Ihren Betrieb richtigen Programme.

Ähnliche Beiträge
Die Energiekarawane kommt beim Gewerbe gut an!
Die Energiekarawane kommt beim Gewerbe gut an!

Die Kompetenzstelle Energieeffizienz Region Stuttgart (KEFF) hat die „Energiekarawane Gewerbe“ ins Leben gerufen. Gestartet wurde das Projekt im April und Mai 2019 in Wendlingen und Filderstadt. Die beiden Städte sind dabei gezielt auf ansässige Betriebe zugegangen und haben sie zu kostenlosen Energiechecks eingeladen – mit vollem Erfolg Rund 14.000 Städte ...

Eiskalt bis zu 75% sparen
Eiskalt bis zu 75% sparen

Kälteaggregate werden in vielen Handwerksbetrieben eingesetzt. Unter anderem in Metzgereien, Bäckereien und anderen Unternehmen, die Lebensmittel herstellen. Vor allem im Sommer steigen die Kühlkosten massiv. So kann der Stromverbrauch für die Kälteerzeugung 40% des Gesamtstromverbrauchs ausmachen. Die gute Nachricht: Im Bereich der Kältetechnik liegen hohe Einsparpotenziale brach. Experten gehen von ...

So können Handwerksbetriebe richtig „Kohle“ sparen.
So können Handwerksbetriebe richtig „Kohle“ sparen.

Viele Heizsysteme verbrennen mehr Geld als gut ist für die Firmenkasse. Moderne Brennwerttechnik kombiniert mit Abwärme, Wärmepumpen und einem optimierten Verteilernetz können Betriebskosten deutlich verringern. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Betrieb effizient auf Sparflamme umstellen können. „Je älter die Heizanlage, desto mehr ist sie ein Energieverschwender!“. Das ist ein ...