Machen Sie Ihren Betrieb dicht!
Machen Sie Ihren Betrieb dicht!

Produktions- und Lagerhallen sowie Werkstätten kosten Unmengen an Energie. Denn im Winter müssen sie beheizt und im Sommer gekühlt werden. Mit der richtig durchdachten Dämmung kann ein erheblicher Teil der Heiz- und Klimakosten gespart werden. Zu den Maßnahmen zählen Außenwände, Decken, Dächer, Fenster und Torsysteme. Aber auch Sonnenschutzvorrichtungen, damit sich das Gebäudeinnere im Sommer nicht aufheizt. Wenn man´s richtig macht, kann man bis zu 50 % Energiekosten sparen.

Bei der energieeffizienten Wärmedämmumg  von Fertigungshallen und Lagern geht es um mehr, als nur um ein grünes Firmenimage. Es geht um deutlich niedrigere Betriebskosten und um eine mehrfache Amortisation über die komplette Lebensdauer des Gebäudes. Durch intelligente Konzepte mit optimal aufeinander abgestimmten Materiallösungen entstehen zukunftssichere und sparsame Firmengebäude.

 

In erste Linie gilt es Wärmeverluste zu vermeiden

Das Maß der Dinge bei der Reduzierung von Wärmeverlusten eines Gebäudes ist der sogenannte U-Wert. Der U-Wert definiert den Umfang an Wärme, der durch eine Wand, ein Fenster oder ein Dach dringt. Je niedriger der U-Wert, desto weniger Wärme geht verloren. Gut gedämmte Außenwände, Decken, Dächer und Fenster können den Heizbedarf im Winter um mehr als 50 % senken. Zum Beispiel wurde im Rahmen einer Studie des ECB (EcoCommercial Building Programm ) das energetische Einsparpotenzial einer Muster-Industriehalle errechnet. Bei einer rund 7.500 m³ großen Halle könnten allein mit einer gut gedämmten Gebäude­hülle € 2.300 jährlich an Heizkosten gespart werden. Bei geschätzten Dämmkosten von € 32.000 Euro hätte die Investition sich schon nach 11 Jahren amortisiert.

 

Auf die Wärmeleitfähigkeit kommt es an

Für die Außendämmung gibt es Materialien mit unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeiten. Genau darauf kommt es an. Denn die erforderliche Stärke der Dämmung hängt von der Wärmeleit-fähigkeit des jeweiligen Materials ab. Beispiel: Um einen U-Wert von 0,35 W/(m2K) zu erreichen, benötigt man eine zwei cm dicke Vakuumdämmung. Eine Mineralfaserdämmung, die den gleichen U-Wert ermöglicht, müsste circa neun cm und eine Isolierung mit Blähperlit 13 cm dick sein. Eine gute Dämmung schützt nicht nur vor Heizwärmeverlust im Winter, sondern auch gegen Sommerhitze und spart dadurch Kosten für den Betrieb einer Klimaanlage. Dächer bilden meist die größte zusammenhängende Außenfläche bei Hallen. Durch sie wird auch die meiste Wärme an die Umgebung abgegeben. Warme Luft steigt nach oben, daher herrschen unter der Hallendecke auch die höchsten Temperaturen. Bewährte Methode unter Dächern: Polyurethanschaum! Dieser dämmt nicht nur, er dichtet auch Bauteilritzen ab und schützt vor Wassereintritt.

Fazit: Rundum gedämmte Gebäude können den Heizbedarf um bis zu 50 % verringern.

 

Achtung Rolltore!

Auch wenn sie geschlossen sind, an Rolltoren entstehen hohe Wärmeverluste. Denn sie bestehen zumeist aus dünnem Aluminium mit einer hoher Leitfähigkeit, Außerdem sind sie in aller Regel mit undichten Führungsschienen ausgestattet. Der Einbau moderner Torsysteme kann die  Wärmeverluste an diesen Stellen um bis zu 75 % reduzieren. Eine gute Isolierung ist eine Sache, man muss aber auch darauf achten, dass die Tore nicht unnötig offen bleiben. In Bereichen, wo die Tore häufig geöffnet werden müssen, sollte man auf Schnelllauftore setzen, um die Wärmeverluste in Grenzen zu halten.

 

„Zom Fenschter raus!“

Das geflügelte Wort „Zum Fenster raus“ kennen wir alle. In der Tat verleihen die in Industriegebäuden traditionell eingesetzten Einscheibenverglasungen mit Metallrahmen der Heizwärme Flügel. Einfach verglaste Fenster haben einen U-Wert von bis zu 5,8 W/(m2K). Bereits zweifach verglaste Fenster schaffen U-Werte unter 1,7 W/(m2K). Noch besser sind dreifach verglaste Fenster mit Edelgasfüllung und Spezialbeschichtung. Sie bringen es auf U-Werte von 0,5 W/(m2K)! Auch der richtige Rahmen senkt die Wärmedurchlässigkeit. Kunststoff und Holz leiten die Wärme deutlich weniger als Metall.

Fazit: Mehrfachverglaste Fenster mit Kunststoff- und Holzrahmen reduzieren die Wärmeverluste um bis zu 50 %.

 

Lass die Sonne rein. Oder besser nicht!

Aber auch im Sommer stellen Fenster eine enorme thermische Belastung dar. Denn die Sonne dringt hier ungehindert ins Gebäudeinnere und sorgt für eine schnelle Aufheizung der Räume. Von der Blendgefahr ganz zu schweigen. Sonnenschutz-systeme begrenzen die Einstrahlung. Besonders an Ost- und Westfassaden sollte über effektive Beschattungslösungen nachgedacht werden.

Beispiele: Weiße Innenlamellen bieten bereits einen guten Blendschutz und halten circa ein Drittel der Energie draußen. Jalousien zwischen den Scheiben halten bis zu 80 % Sonnenergie ab. Nachteil wäre hier die hohen Investitionskosten. Eine Sonnenschutzfolie für außen ist jederzeit nachrüstbar. Sie filtert das UV-Licht sehr gut und hält bis zu 80 % der Energie draußen. Nachteil ist die begrenzte Haltbarkeit von 6 bis 13 Jahren. Außenmarkisen- und Außenjalousien bieten guten bis sehr guten Sonnenschutz, sind jedoch auch wartungsaufwändig und windanfällig.

Fazit: Sonnenschutz reflektiert bis zu 80 % der Einstrahlung und ermöglicht eine Minderung von bis zu 30 % der für die Klimatisierung benötigten Energie.

 

Das Wichtigste zum Schluss: Energieeffizienz wird großzügig gefördert und bezuschusst.

Energie und CO2 – weniger ist mehr! Sprich: Je weniger Energie  Ihr Betrieb benötigt, desto mehr wird Ihre Investition, zum Beispiel in Maßnahmen zur Wärmedämmung gefördert und mit barem Geld bezuschusst – bereits bei kleinen Investitionssummen. Was zählt, ist die Einsparung. Schon ab 10 % weniger Energieverbrauch können Sie Förderungen und Zuschüsse erhalten.

Fragen Sie doch einfach Ihren KEFF Effizienzmoderator. Er führt Sie sicher durch den „Förder- und Zuschussdschungel“ und empfiehlt Ihnen die für Ihren Betrieb richtigen Programme.

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