“Es zischt nimmer!”
“Es zischt nimmer!”

2016 hat die Firma Schwabentechnik in Leutenbach bei Winnenden sich energetisch auf „Herz und Nieren“ durchchecken lassen. 2018 kam man erneut zusammen, um darüber zu reden, was die von der KEFF und der Energieagentur Rems-Murr vorgeschlagenen Maßnahmen gebracht haben: Und das war erstaunlich viel!

Die Schwabentechnik ist ein klassischer Lohnfertiger im Bereich Metallbearbeitung. Sicherlich einer von vielen Betrieben dieser Art bei uns im Großraum Stuttgart.
Mit seinen aktuell 23 Mitarbeitern stößt das von Vater und Sohn Rittberger geführte Unternehmen inzwischen an seine räumlichen Grenzen. Zum Glück – für die Mitarbeiter und den kontinuierlich wachsenden Geschäftserfolg – siedelt die Firma im Sommer 2019 um in einen Neubau im nahen Hertmannsweiler. Dieser bietet mindestens dreimal so viel Raum wie die derzeit beengten 600 Quadratmeter mitten in einem Wohngebiet.

Neubau und Umzug waren zwar schon 2016 beschlossene Sache, trotzdem hat die Schwabentechnik auch den jetztigen Altbau energetisch auf Vordermann gebracht. Aus persönlicher Überzeugung!

 

„Wir ticken halt pro Umwelt,“

bekennt Seniorchef Andreas Rittberger. „Dazu gehört auch, dass man sparsam mit Energie umgeht. Darum sind wir mit den Herren von der KEFF und der Energieagentur schnell ins Gespräch gekommen“, erklärt er die Maßnahmen, die seit dem Energieeffizienz-Check in den noch alten Schwabentechnik-Räumen umgesetzt worden sind. „Die haben uns eine Mängelliste erstellt, davon haben wir umgesetzt, was hier am alten Standort noch Sinn macht. Im Neubau werden wir in Sachen Energieeffizienz natürlich noch viel besser aufgestellt sein.“

 

„Kostet wenig, bringt viel!“

Seit 2016 hat die Schwabentechnik folgende Energieeffizienzempfehlungen von KEFF und Energieagentur umgesetzt:
Die Beleuchtung ist nach und nach auf LED umgestellt worden. „LED kostet relativ wenig, bringt aber viel. Neben Stromeinsparungen vor allem auch ein qualitativ viel besseres Licht. Und gutes Licht ist für unsere Hochpräzisionsarbeit extrem wichtig“, betont Juniorchef Jochen Rittberger.
Die Büros im Obergeschoß des Neubaus werden mittels Wärmepumpe beheizt, die Fertigung im Erdgeschoss hingegen mit Dunkelstrahlern. Der hohe Energieverbrauch der Fräsmaschinen  wird durch eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach kompensiert. „Im Neubau ist die PV-Anlage so montiert, dass den ganzen Tag Sonne eingefangen werden kann“, schwärmt Andreas Rittberger.
„Wir arbeiten außerdem an einer Umstellung des Fuhrparks auf E-Fahrzeuge nach dem Vorbild der Post. Das sind Sachen, in denen wir durch die guten Empfehlungen von KEFF und Energieagentur bestärkt worden sind“, lobt Andreas Rittberger die kostenlose Zusammenarbeit.

Heimliche Energieverschwender: Druckluftlecks

Hinterlistige „Energiefresser“ in nahezu allen Fertigungsbetrieben sind Lecks in Druckluftleitungen. Man sieht sie nicht, man riecht sie nicht und man hört sie kaum, weil die Arbeitsgeräusche der Maschinen das leise Zischeln entweichender Druckluft übertönen. Bei der Schwabentechnik wurden beim Energieeffizienz-Check 2016 die mit Druckluft arbeitenden Fräsmaschinen und die Zuleitungsschläuche mit einem Ultraschall-Messgerät untersucht. Und siehe da: „Wir haben auf Anhieb 17 Leckagen entdeckt. Das macht einiges an Geldwert aus. Ungefähr 3.000 € jährlich hatten sich bisher einfach so in Luft ausgelöst,“ erklärt Andreas Rittberger. „Dass wir weniger Druckluft produzieren und damit auch weniger Geld ausgeben als früher merken wir an den geringeren Betriebsstunden des Kompressors“, ergänzt Juniorchef Jochen Rittberger.

 

„Wir verkaufet nix!“

Wir, die KEFF (Kompetenzstelle Energieeffizienz Region Stuttgart) und die Energieagentur Rems-Murr arbeiten Hand in Hand. Wir führen in Fertigungs- und Handwerksbetrieben kostenlose Energieeffizienz-Checks durch und zeigen auf, wo Betriebe Maßnahmen umsetzen können, um Energie zu sparen. Zum Beispiel Druckluftleckagen, LED-Beleuchtung, moderne Heizungspumpen – das sind alles Dinge, die man als Betrieb sofort und selbst machen kann, ohne viel investieren zu müssen. Darüber hinaus analysieren wir Themen wie Heizung, Fotovoltaik, Gebäudehülle und so weiter. Wir stellen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen zur Verfügung und informieren über Zuschüsse und Fördermittel. Das alles machen wir kostenlos.

Nur zur Erinnerung für alle, die jetzt denken, „was nix kostet ist nix wert“: Allein unsere Druckluftleckage-Ortung spart der Schwabentechnik rund € 3.000 pro Jahr. Noch Fragen?
Eberhard Wachter von der KEFF freut sich auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail:
Telefon: 0711 22835-823
Mobil: 0173 66984-72
E-Mail: eberhard.wachter.keff-bw@region-stuttgart.de
Weitere Infos: info@schwabentechnik.de

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